125 Jahre - SV Heilbronn am Leinbach

Beitrag für Jubiläums-Heft 2016

Anfang der 1970-er Jahre wurde auf Initiative des Sportlehrers der Albrecht-Dürer-Schule, Herrn Alfred Hoffmann, die "Montagsgruppe" (ist heute noch Trainingstag!) gebildet, um Volleyball zu spielen. Sie wurde im VfL Neckargartach eingebunden, damals noch in der Abteilung Turnen. Wenige Jahre später wurde begonnen, in der damaligen "Mixed-Freizeitrunde" des Württembergischen Volleyballverbandes mitzuspielen. Herr Martin Rall, sein Sportlehrer-Nachfolger, übernahm Anfang der 80-er Jahre die Volleyballer und entwickelte die Abteilung permanent weiter. Im Jahr 1989 war es soweit - wir Volleyballer wurden eine eigene Abteilung im VfL und Walter Roth übernahm die Abteilungsleitung (bis 2004, danach Gerhard Gruber bis 2010 und seit dem Andreas Popp). Mit der Gewinnung neuer Spielerinnen und Spieler konnten zwei Mannschaften in der Mixed-Runde mitspielen. Die "Erste" stieg erstmals 1992 in die höchste Klasse A auf, danach pendelte sie in den Folgejahren zwischen der B- und der C-Klasse. Der Weggang einiger Spielerinnen und Spieler wirkte sich stark aus und es spielte von Mitte der 1990-er Jahre bis 2004 auch nur noch eine Mannschaft in der VLW-Mixedrunde. Dieser Trend kehrte sich 2004 um und es gab wieder zwei Mannschaften. Ein Qualitätssprung gelang ab 2013. In nur zwei Jahren wurde aus der C-Klasse in die (höchste) A-Klasse aufgestiegen. Trotz Klassenerhalt 2014/15 spielt man in dieser Saison freiwillig wieder in Klasse B, und dies erfolgreich. Die "Zweite" Mannschaft spielte seit der "Neugründung" meist in einer unteren Klasse. Spielerinnen und Spieler, die nicht (mehr) in der Ersten spielen, halten sich fit und trainieren unseren Nachwuchs für die "Erste". Auch nach der Fusion mit Frankenbach blieb diese Mannschaftsstruktur erhalten, einige Spielerinnen wechselten aber zwischen dem Mixed- und dem Aktiven-Bereich.


Eine erfolgreiche Jugendarbeit begann 1992 mit Bildung der Kooperation Schule-Verein unter Leitung unseres Jugendleiters Thomas Müller und dem Sportlehrer Martin Rall. Es war nicht einfach, Schülerinnen und Schüler für das Volleyballspielen zu begeistern, doch 1997/98 schafften wir es sogar, dass neben unserer C- noch eine D- und eine E-Mannschaft in der VLW-Runde mitspielte (anders als bei den Erwachsenen wird bei den Jugendmannschaften im KO-System gespielt) und alle drei Mannschaften konnten sich im vordern Drittel platzieren. Einen Riesenerfolg errang in der Saison 2000/2001 unsere C-Jugend "Midi"-Mannschaft. Nach souveränem Sieg der Vorrunde (14:0 Punkte) war nach der Zwischenrunde (nur ein Spiel knapp verloren) die Bezirksrunde erreicht. Auch da gab es nur ein Verlustspiel und Platz 2 von 30 Mannschaften - Qualifikation für die Württembergischen Meisterschaften! Ein beachtlicher 7. Platz (von 120 Mannschaften) wurde erkämpft - und sie bekam von uns den Namen "Die glorreichen Vier". Sehr bemerkenswert ist, dass nur diese vier Mädels alle Spiele bestreiten mussten - Ersatzspielerin? Nein - kein Personal! Das war auch der Grund für das Ende dieser guten Mannschaft, da in der nächsten Altersklasse sechs Spielerinnen auf dem Feld stehen mussten.


Ein eigenes Turnier ausrichten - dieser Gedanke wurde 2005 geboren und so startete im Juli 2006 unser 1.Volleyball - Beach- und Rasenturnier im VfL-Stadion an der Böllinger Strasse. Der Erfolg machte uns klar: das machen wir wieder! Inzwischen ist "das letzte Wochenende vor den Sommerferien" ein festes Datum im VfL-(SV-HN)-Kalender geworden und im vergangenen Jahr konnten wir das 10-jährige Jubiläum feiern! Die Ziele wurden erreicht: Sport, Spaß und etwas Geld in die Kasse für Bälle, Trikots u.a.


Die Deutschen- und Landes-Turnfeste hatten für viele Volleyballer ihren besonderen Reiz und so wurde nicht nur in Heidelberg, Konstanz oder Freiburg (Bundesland), sondern auch in Berlin, Leipzig oder Frankfurt / M. (Deutschland) Volleyball gespielt, geturnt, geschwommen, gelaufen . und natürlich gefeiert!

Höhepunkt außerhalb des Trainings- und Spielbetriebes waren für uns Volleyballer die Wochenendausflüge, teils mit "Kind und Kegel". An erster Stelle rangiert unangefochten die Fahrt in's Allgäu. Im Januar der Jahre 1991 - 1998 trafen wir uns mit den Wertacher Volleyballern zum Training - Samstag abends und Sonntag morgens in der Halle (sportlich) und danach in der Wirtschaft (mental). In der freien Zeit wurde Ski gefahren, gerodelt oder gewandert. Gewohnt wurde im komfortablen 0,3-Sterne Jugendhaus "Marabu" in Hinterreute, mit deftiger Küche (Käs'spätzle - unübertroffen!), schlafen in Stockbetten, mit "Apotheke der köstlichen Tinkturen" im Hause und von dort ging's spätabends zur Nachtwanderung hinauf zur Burenhütte, wenn möglich mit Schlitten (und halsbrecherischer Heimfahrt). Zum Weindorf im September 1993 besuchten uns die Wertacher und ihr Fazit: "das ist ja besser als unser Almabtrieb"!

Auch in der näheren Umgebung gab es schöne Wochenenden - wie am Finsterroter See, im Bühlertal (Bühlerzell) oder den Naturfreundhäusern in Schwäbisch Hall (Lemberghaus) und Neckarmühlbach. Sport einer ganz anderen Disziplin bot das Drachenbootrennen der Union Böckingen. Neben der sportlichen Platzierung wurden auch die besten Kostümierungen geehrt - wir Neckargartacher paddelten als "Kahnibalen" oder "Leinbach-Sklaven".